WIKU Köln

Refugees are Welcome

wir haben im Juli 2014 erfahren, das der Rat der Stadt Köln beschlossen hat direkt neben unserem Hotelparkplatz mehrere Wohncontainer zur Unterbringung von 80 Flüchtlingen zu errichten.

Dies hat uns zunächst in äußerste Unruhe versetzt, weil wir die Existenz unseres Hotel Mado stark gefährdet sahen.

Nach vielen Gesprächen haben wir uns entschlossen, ab 01.11.2014 das Vorderhaus des Hotel Mado über das Wohnungsamt der Stadt Köln an Flüchtlinge zu vermieten.

Unter den gegebenen Umständen ist dies für uns auch ein Weg unseren Beitrag zur Integration von Flüchtlingen zu leisten.

Das Vorderhaus des Hotel Mado wurde umgebaut, so das pro Etage eine Gemeinschaftsküche errichtet wurde. 

Seit dem 07.11.2014 sind nun insgesamt 89 Flüchtlinge überwiegend aus Eritrea, Somalia, Nigeria und anderen Nationen im Vorderhaus des Hotel Mado untergebracht. 

Unser Aufgabenfeld hat sich stark verändert, da aufgrund der unterschiedlichen Kulturen die Sozialarbeit in den Vordergrund rückt.

Unsere Nachbarschaft unterstützt die Integration mit der Initiative "Willkommen in der Moselstraße". Es wird sich um die Anliegen und Bedürfnisse der Flüchtlinge gekümmert, wie z.Bsp. begleitende Arztbesuche, Deutschkurse, Behördengänge, Hilfe bei drohender Abschiebung, Freizeitgestaltung, Jobsuche, Kleiderspenden, Montagscafe, Trommelkurs für den Karneval, Sportangebote, Fahradwerkstatt, Winterfest und vieles mehr.

Das Rezeptionsgebäude mit seinen 15 Zimmern ist räumlich vom Vorderhaus getrennt und momentan noch bis 31.03.2015 buchbar.

Aktuell ist geplant in Absprache mit der Stadt Köln auch das Hinterhaus des Hotel Mado umzubauen und ab Mai 2015 weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Wir tuen dies mit einem lachenden und einem weinenenden Auge, da die Entscheidung nach fast 20 Jahren als Hotelbetrieb mit allen seinen Höhen und Tiefen, aufzugeben uns nicht leicht gefallen ist. Fast 70% unserer Mitarbeiter werden weiterhin das Geschick unseres Unternehmens begleiten. Wir werden auch als Flüchtlingsheim weiterhin versuchen unseren Bewohnern ein Gefühl von Gastlichkeit und Wohlbefinden zu vermitteln und Möglichkeiten  suchen die Integration von Flüchtlingen weiter voranzutreiben. 

Wir werden die Reise in die Zukunft gemeinsam antreten. 

Wir bedanken uns bei allen unseren Gästen für die Treue und Loyalität der vergangenen Jahre, da das Bestehen als Privathotel in unserer von Kettenhotels und Globalisierung geprägten Zeit nicht einfach war.

Ohne euch, Liebe Gäste und Stammkunden, wäre dies so lange nicht möglich gewesen.

Vielen Dank 

Ralf Plesser GM und das Team vom Hotel Mado